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Neuer Anlauf für Windräder in Zorneding

Am 20. Mai 2021 fasste der Gemeinderat mit der Mehrheit von FW, Grünen, SPD und Linken einen wichtigen Beschluss über die Unterstützung der Windenergieanlagen in Zorneding:

Der Gemeinderat unterstützt die Initiative des Energieforums Zorneding (EFZ), innerhalb der ausgewiesenen Konzentrationsflächen im Süden Zornedings zwei Windkraftanlagen als Bürgerkraftwerke zu errichten. Der Bürgermeister wird ermächtigt, das Vorhaben im Namen des Gemeinderates durch persönliche Gespräche mit potenziellen Grundstückseigentümern zu unterstützen. Flankierend dazu verfasst die Gemeinde Zorneding einen offenen Brief, in dem klar zum Ausdruck gebracht wird, dass der Zornedinger Gemeinderat die Energiewende voranbringen will und sich deshalb für den Ausbau der Windkraft auf Zornedinger Flur ausspricht.

Der offene Brief von Bürgermeister Piet Mayr und mir als Vertreter des Energie-Forum Zorneding erschien im „Mein Zorneding“, Ausgabe August. In einem darauf folgenden Schreiben waren die Grundstücksbesitzer der in Betracht kommenden Flurstücke am 7. Oktober um 19:00 zu einem Informationsabend über Status der Planung in Zorneding  und Fortschritte bei der Entwicklung der Windenergie im Landkreis eingeladen.

Im Sitzungssaal des Rathauses erschienen 20 interessierte Grundeigentümer. Die meisten davon hatten allerdings bereits 2019 Interesse angemeldet, mit einigen davon spreche ich gelegentlich. Insofern hat die Unterstützung von Bürgermeister und Gemeinderat bisher noch nicht zu einem Durchbruch bei der Suche nach geeigneten Flächen geführt. In Zorneding ist es nicht einfach, Standorte zu finden: Infolge der Realteilung vergangener Jahrhunderte sind viele der über 180 Flächen in der „Konzentrationszone“ nur etwa 20m breit. Moderne Windenergieanlagen überstreichen mit dem Rotor eine kreisförmige Fläche mit über 160m Durchmesser. Für alle – teilweise fünf und mehr – Grundstücke unterhalb des Rotors müssen die „Überflugrechte“ gepachtet werden. Wenn einer der Grundeigentümer nicht mitmacht, kommt der Standort nicht in Frage.

Außer mir selbst trugen Piet Mayr und unsere Klimaschutzmanagerin Elisabeth Buchmann anhand eigener Folien vor, die im Foliensatz vom Abend integriert sind; Werner Fauth, 1. Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung Ebersberg/München-Ost e.V., brauchte für sein überzeugendes Plädoyer für Windräder keine Folien.

Bei der anschließenden Fragerunde zeigten sich die Teilnehmer gut informiert und nicht so skeptisch gegenüber Windenergieanlagen wie noch 2019. Die gute Stimmung und kleinere Fortschritte seither machen Hoffnung, dass wir Standorte finden werden, für die ein Genehmigunsgverfahren aussichtsreich erscheint.

Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir im Newsletter von windkraft-zorneding.de/ darüber berichten.

Wolfgang Poschenrieder
Sprecher der Energie-Forum Zorneding

10 Jahre „Energie macht Schule“

Zum zehnten Mal jährte sich der Workshop „Energie macht Schule“, den das Energie-Forum Zorneding für die 3. Klassen der Grundschule Zorneding anbietet. In Theorie und Praxis werden die Kinder am Ende des Schuljahres mit der erneuerbaren Energiegewinnung, dem Energiesparen und dem Klimawandel vertraut gemacht.

In diesem Jahr gab es noch zwei weitere Besonderheiten. Der Theorieteil fand coronabedingt zum ersten Mal online am Computer statt und zum ersten Mal half eine Schülerin bei den Experimenten, die selbst in der 3. Klasse das Programm miterlebt hatte. Clara Brombacher hatte sich dafür extra vom Unterricht befreien lassen.

Theorie am eigenen Computer mit Wolfgang Poschenrieder als online-Lehrer gefiel den Kindern sehr gut. Das große Interesse und die vielen Fragen der Schüler machten aus der geplanten Unterrichtsstunde zwei. In der kleinen Essenspause zwischendrin sorgte Shredder, der Graupapagei der Familie Poschenrieder, für Unterhaltung. Mit allgemeiner Zustimmung der Zornedinger Drittklässler wurde am nächsten Tag sogar noch eine weitere Stunde drangehängt.

Am 19. und 20. Juli fand dann bei perfektem Wetter der praktische Teil statt. Die zwei Zornedinger Klassen konnten ihren ersten Ausflug seit Corona genießen, denn die Versuche waren an beiden Tagen auf dem Pöringer Schulhof aufgebaut.

Im praktischen Teil können die Schüler jedes Jahr an sieben Stationen die Wirkungen natürlicher Energiequellen erleben, sehen und spüren:

  • Mit einer Lupe wird Papier oder Holzwolle zum Brennen gebracht um die Kraft der Sonne zu zeigen
  • Mit einfachen Experimenten werden die Prinzipien des Generators und Motors verständlich gemacht
  • Die Wirkungsweise verschiedener Dämmmaterialien verdeutlicht das Modellhaus, wo die Kinder die unterschiedlichen Außentemperaturen spüren und messen dürfen
  • Mit eigener Muskelkraft können sie auf dem Energiefahrrad bis zu 5 Halogenlampen zum Leuchten bringen
  • Das Solarluftschiff – ein schwarzer Folienballon – verdeutlicht die Ausdehnung von Gasen bei Temperaturanstieg
  • Eine Solarzelle treibt ein Windrad an und zeigt die einfache Energiegewinnung durch die Sonne 
  • Mit einem Modellauto wird die Wirkungsweise von Brennstoffzellen erklärt
  • Die Funktionsweise eines Wasserkraftwerks wird besonders an heißen Tagen mit viel Wasser vorgeführt
  • Und nicht zu vergessen: der vom Bund Naturschutz entliehene Solarkocher, zum Erhitzen der Würstl ohne Strom.

Erfreulich viele Kinder brachten schon einiges Wissen mit, das sie auch gerne mit den anderen Schülern teilten. Dass die meisten Versuche von einigen EFZ-Mitgliedern selbst entworfen und zusammengebastelt worden waren, imponierte ihnen sehr.

Sicher haben alle Schüler etwas dazugelernt und werden sich später an das eine oder andere erinnern. Auf jeden Fall genossen alle am Ende die Hotdogs mit den „besten Würsten, die sie jemals gegessen hatten“. Und wenn sie die Energiespartipps, die sie an den 7 Stationen bekommen hatten, vorzeigen konnten, gab es als kleine Überraschung noch Eis am Stiel.

Unser Fazit der letzten zehn Jahre:

Bei den Schülern merkt man immer mehr, dass der Klimawandel und die Energiewende in den Familien thematisiert werden. Dieses Jahr waren natürlich Windräder brandaktuell.

Bei den Lehrern findet die Veranstaltung inzwischen durchweg große Zustimmung.

Da das Wetter für die Durchführung der Versuche sonnig sein muss, aber immer schwerer vorherzusagen ist, werden Ersatztermine immer wichtiger.

Das inzwischen eingespielte Team des Energie-Forum Zorneding lernt auch immer wieder etwas dazu und freut sich jedes Jahr aufs Neue über die Begeisterung der Drittklässler. Wir bedanken uns bei der Schule für die gute Zusammenarbeit, bei den Hausmeistern der Schule für die Unterstützung und bei den Mitarbeitern des Bauhofs für das tatkräftige Anpacken beim Transport und für die Einlagerung der Experimente bis zum nächsten Jahr!

Z4F (Zorneding For Future) – Wir machen’s wie Greta

Ab dem 13.11.2020 können Sie jeden Freitag von 11 bis 12 Uhr an verschiedenen Orten in der Gemeinde Zorneding den beteiligten Energiewende-Aktiven Ihre Fragen zur Windenergie stellen und über Windräder diskutieren. Jeden ersten Freitag im Monat wird das in Form einer Mahnwache vor dem Rathaus sein.

Für die Energiewende und Windkraft für Zorneding

Nähere Informationen: windkraft-zorneding.de/z4f.html und unter Menüpunkt  …Termine.

13.11. REWE-Parkplatz
20.11. Birkenhof
27.11. Dorfplatz Pöring (beim Maibaum)
04.12. Rathaus Zorneding Verlegt – Bahnhof Ausgang Zorneding
11.12. REWE-Parkplatz Entfällt coronabedingt
18.12. Birkenhof Entfällt coronabedingt

Z4F 20.11.2020 im Birkenhof

Start der Aktion am 13.11.2020 auf dem REWE-Parkplatz

Portal Windkraft für Zorneding – jetzt online

Unsere neue Website windkraft-zorneding.de ist online. Wir stellen den überall kursierenden Fake News über Windkraft sorgfältig recherchierte Fakten und interessante Informationen gegenüber.
 
Wir würden uns freuen, wenn sich viele auf
 

Gelungener Informationsabend zum Thema Photovoltaik in Zorneding

Obwohl die letzte Informationsveranstaltung zum Thema Photovoltaik in Zorneding erst vor wenigen Monaten stattfand, zeigte sich am Mittwoch, den 09. Oktober 2019 reges Interesse für die Abendveranstaltung im Rathaus. Unter dem Motto „Wir erzeugen unseren eigenen Strom“ luden der lokale Energieversorger EBERwerk, das Energieforum Zorneding und die Ortsgruppe des BUND Naturschutz e.V. gemeinsam zu Vortrag und Diskussion.

Erster Bürgermeister Piet Mayr eröffnete den Abend, zu dem ca. 50 interessierte Eigenheimbesitzer/innen gekommen waren und stellte das noch junge kommunale Unternehmen EBERwerk vor. „Es sind Ihre Steuergelder, die hier investiert wurden. Diese gelangen in Form von Ausschüttungen des EBERwerks an die Gemeinden zurück und kommen den Bürgern über den Gemeindehaushalt zugute.“

Nach diesen einleitenden Worten berichtete PV-Experte Franz Lichtner über Technik und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern für Privathaushalte. Dabei betonte er auch den Informationsauftrag seines Arbeitgebers. „Ich freue mich über jede Anlage, die gebaut wird.“ Oberstes Ziel der Satzung des EBERwerks als kommunales Unternehmen sei es, die Energiewende voranzutreiben. Dem schloss sich auch der darauf folgende Vortrag von Hans-Werner Franke vom Energieforum Zorneding an. „Es geht nicht nur um die Wirtschaftlichkeit, sondern auch um die Zukunft unserer Kinder und die Umwelt.“ Dass die Wirtschaftlichkeit dabei trotzdem nicht zu kurz käme, zeige sich am Beispiel seiner eigenen PV-Anlage. Diese amortisiere sich innerhalb von gut zehn Jahren.

Dass es eine Photovoltaik-Anlage nicht von der Stange gibt, zeigten die vielen individuellen Fragen. Die Referenten gingen unter anderem auf die Belegbarkeit von flachen Norddächern, teilweise verschatteten Häusern, Fassaden und denkmalgeschützten Gebäuden ein. Das EBERwerk betrachte jeden Einzelfall für sich, biete für geeignete Dächer eine kostenlose individuelle Angebotserstellung und freue sich über jede Kontaktaufnahme aus dem Interessentenkreis, so Franz Lichtner.

In einem weiteren Erfahrungsbericht stellte auch der Zornedinger Felix Judt seine Photovoltaik-Anlage mit Speicher vor. Auf Nachfrage erklärte er, dass übliche Heimspeicher für die Deckung des nächtlichen Strombedarfs geeignet seien, bis am nächsten Tag wieder die Sonne scheine. Den Hinweis aus dem Auditorium, dass die Windkraft eine hervorragende Ergänzung der Photovoltaik in sonnenschwachen Jahreszeiten sei, weil gerade dann der Wind wehe, bekräftigte er mit einem Augenzwinkern. „Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und kann nicht bestätigen, dass es sich beim Landkreis Ebersberg um ein Schwachwindgebiet handelt.“

Manuel Herzog, EBERwerk